Outplacement Beratung

outplacement

Sie haben sich schon immer fĂŒr “Outplacement” interessiert? Dann ist das Ihre Chance, um mehr darĂŒber zu erfahren.



Outplacement Definition

Outplacement, auf Deutsch Außenvermittlung, stellt eine Dienstleistung von Unternehmen dar. Diese Dienstleistung unterstĂŒtzt die ehemaligen Mitarbeiter des Unternehmens, indem sie sie bei der beruflichen Neuorientierung unterstĂŒtzt. Dies lĂ€uft so lange, bis der ausgeschiedene Mitarbeiter entweder seine Existenz vollkommen absichern kann, oder einen neuen Vertrag abgeschlossen hat.

Was ist Outplacement?

Outplacement, ĂŒbersetzt Außenvermittlung, stellt eine UnterstĂŒtzung bei der Berufsorientierung dar. Betriebe, die einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin kĂŒndigen möchten, fördern diese Person durch sogenanntes “Outplacement”, bis hin zu einem neuen Vertragsabschluss. Folglich stellt “Outplacement” sowohl fĂŒr die Aufbesserung des Image, des Betriebes, eine mögliche Variante dar und stĂŒtzt zusĂ€tzlich den ausscheidenden Mitarbeiter vor dem Existenzruin.

Woher kommt das Outplacement?

Diese spezielle Berufsberatung stammt ursprĂŒnglich aus den Vereinigten Staaten. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren viele Soldaten arbeitslos und mussten in BeschĂ€ftigungen untergebracht werden. Die amerikanische Armee grĂŒndete fĂŒr diese Menschen eigene Beratungsstellen, um sie schnellstmöglich integrieren zu können. In den spĂ€ten 1960er Jahren grĂŒndeten die Psychologen Jerry Beam und John Drake das aller erste Unternehmen mit Outplacement. Aufbauend darauf entstanden in den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts in Europa zahlreiche Unternehmen mit Outplacement, welche dies bis heute beibehalten haben.

Wie teuer ist Outplacement?

Viele Unternehmen bieten ihren ausscheidenden Mitarbeitern die Möglichkeit, die Outplacement-Beratung zu finanzieren. Es gibt keinen speziellen Preis fĂŒr diese Beratungen. Im Gegenteil, die Kosten variieren sehr stark. Dies kommt dadurch zustande, dass jede Outplacement-Beratung unterschiedlich gut ist und in unterschiedlichen Gruppen stattfindet. Eine Einzelberatung wĂ€re zum Beispiel teurer als eine Gruppenberatung. Denn Einzelberatungen können individuell und persönlich auf die jeweilige Person abgestimmt werden. Die Kosten einer Einzelberatung belaufen sich auf ungefĂ€hr ein FĂŒnftel des erwartenden Bruttolohns. Folglich mĂŒssen Menschen, welche eine höhere Position anstreben, tiefer in die Tasche greifen. Dies resultiert daraus, dass bei höheren Positionen, mehr Vorkehrungen getroffen werden mĂŒssen. Gruppenberatungen belaufen sich meist zwischen 3000 und 6000 Euro. Jedoch können die Kosten der Gruppenberatungen um die HĂ€lfte minimiert werden, wenn bestimmte, geforderte Voraussetzungen, welche von der Bundesagentur gesetzt werden, eingehalten werden.

Wer bietet Outplacement an?

Mittlerweile gibt es eine Menge an Anbietern fĂŒr Outplacement. Diese kommen aus jeglichen Arbeitsbereichen, seien es Psychologen, Coaches, Trainer, Personalfachleute oder ehemalige Manager. Umso wichtiger ist es, den passendsten Anbieter auszuwĂ€hlen. HierfĂŒr sollte ein Vergleich der inkludierten Leistungen, der Kosten als auch dem QualitĂ€tsstandard durchgefĂŒhrt werden.

Wie lÀuft Outplacement ab?

Das Verfahren des Outplacements lĂ€uft meist innerhalb fĂŒnf Phasen ab. 

Phase 1

In der ersten Phase erfolgt eine Ermittlung der spezifischen Situation. Es wird der private als auch berufliche Hintergrund des Bediensteten beurteilt und die damit Verbundenden Karrierechancen realistisch analysiert.

Phase 2

In der zweiten Phase werden die StĂ€rken des Arbeitnehmers in den Vordergrund gestellt. HierfĂŒr werden die private als auch die berufliche LeistungsfĂ€higkeit ermittelt. Anschließend gehen die Berater in ihr Aufgabengebiet ĂŒber. FĂŒr den Kunden wird ein individuelles Profil, mit all seinen Qualifikationen, erstellt. ZusĂ€tzlich werden ihm Qualifizierungsmaßnahmen empfohlen und sein Weiterbildungsbedarf erfasst.

Phase 3

In der dritten Phase arbeiten die Bediensteten, zusammen mit ihren Outplacement-Beratern, eine Bewerbungsstrategie aus. Hierbei wird neben der Festlegung der beruflichen Zielsetzung auch die Vorgehensweise fĂŒr Bewerbungen festgelegt.

Phase 4

In der vierten Phase werden, neben der gemeinsamen Erstellung von Bewerbungsunterlagen, Stellenangebote beurteilt. Außerdem werden Bewerbungen durchgefĂŒhrt. ZusĂ€tzlich findet eine Vorbereitung auf BewerbungsgesprĂ€che statt. Die Outplacement-Berater unterstĂŒtzen ihre Kunden hierbei beim Verfassen eines passenden Anschreibens, des Niederschreibens vom Lebenslauf und greifen ihnen mit Tipps fĂŒr das VorstellungsgesprĂ€ch unter die Arme. Gegebenenfalls findet eine Vorbereitung auf das GesprĂ€ch anhand eines Videointerviews statt. Letztendlich erfahren die Arbeitnehmer in dieser Phase des Outplacements auch nĂŒtzliche Tipps fĂŒr ihre Stellensuche. Zum Beispiel das Kennenlernen von neuen Bewerbungsmethoden, wie die Zielgruppen-Kurzbewerbung via E-Mail.

Phase 5

In der fĂŒnften und somit letzten Phase des Outplacements erhĂ€lt der Arbeitnehmer eine UnterstĂŒtzung bei der Vereinbarung seines neuen Arbeitsvertrages.

Was muss der Mitarbeiter tun?

Um das gewĂŒnschte Ziel des Outplacements zu erreichen, mĂŒssen Mitarbeiter einige Dinge mitbringen. Damit der Berater seinen Kunden schnellstmöglich weiterhelfen kann, ist es von Nöten, dass die Kunden sich selbst darĂŒber klar werden, was sie eigentlich wollen. Viele Kunden erwarten von ihren Beratern, dass sie ihnen ihr Ziel fĂŒr einen passenden Job vorgeben. Doch das kann nicht funktionieren, denn nur der Kunde selbst weiß, was ihn glĂŒcklich macht und welchen Beruf er gerne ausĂŒben möchte. Der Berater wird seinen Kunden selbstverstĂ€ndlich bei der Zielsetzung beistehen. Er kann das Ziel aber nicht fĂŒr seine Kunden definieren. Außerdem sollten Sie die VorschlĂ€ge des Beraters umsetzen und ihnen offen entgegentreten. SelbstverstĂ€ndlich sollten Sie die VorschlĂ€ge des Beraters nicht einfach nur nachahmen, sie sollten diese VorschlĂ€ge anhören, durchdenken und gegebenenfalls umsetzen. Bleiben Sie an Ihren Bewerbungen dran, bewerben Sie sich immer weiter und probieren neue Dinge aus. Der Outplacement-Berater sollte eine wichtige UnterstĂŒtzung fĂŒr sie darstellen, kann Ihnen aber nicht Ihre Arbeit abnehmen.

Was muss das Unternehmen tun?

Heutzutage gibt es immer mehr Betriebe, welche miteinander konkurrieren. Um in diesem Ranking möglichst gut abzuschneiden, mĂŒssen manchmal Entscheidungen getroffen werden. Unternehmen mĂŒssen sich hin und wieder von Mitarbeitern trennen – ob sie es wollen oder nicht. Um diesen Prozess fĂŒr alle Beteiligten annehmbar zu gestalten und das gute Image des Unternehmens beizubehalten, bieten manche Unternehmen das sogenannte Outplacement an. HierfĂŒr finanziert der Betrieb dem Arbeitnehmer eine Outplacement-Beratung. Dem Arbeitgeber stehen zwei Möglichkeiten zur VerfĂŒgung. Entweder er stellt dem Arbeitnehmer einen Berater, welchen er finanzieren möchte, zur VerfĂŒgung, oder er stellt ihm ein Budget zur VerfĂŒgung, mit diesem sich der Bedienstete selbst auf die Suche nach einem Berater machen kann.

Gibt es Fördermittel fĂŒr das Outplacement?

Um auf möglichst wenig Kosten sitzen zu bleiben, kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung fĂŒr Outplacementberatungen der Bundesagentur fĂŒr Arbeit in Anspruch genommen werden.

Voraussetzungen hierfĂŒr wĂ€ren zum Beispiel: 

  1. Das Vorliegen einer BetriebsÀnderung im Unternehmen.
  2. Die BegrĂŒndung des Personalabbaus.
  3. Die Leistungen mĂŒssen vor Inanspruchnahme beantragt worden sein.

Umsatzschwache sowie Unternehmen, welche in einer strukturell schwachen Region liegen, können eventuell zusÀtzlich einen Zuschuss aus dem EuropÀischen Sozialfonds erhalten.

Kriterien fĂŒr einen Outplacement-Berater

Eigenschaften wie analytische FĂ€higkeiten, EinfĂŒhlungsvermögen sowie Überzeugungskraft sind wichtige Kriterien, welche ein Outplacement-Berater mit sich bringen sollte.

Wie wird man Outplacement-Berater?

Da dieser Beruf noch relativ unbekannt ist, existiert derzeit noch keine spezielle Ausbildung. Wichtig ist es jedoch die erforderlichen Kriterien fĂŒr einen Outplacement-Berater, insbesondere das EinfĂŒhlungsvermögen sowie die Überzeugungskraft, mitzubringen. Außerdem sollte es das Ziel jedes Outplacement-Beraters darstellen, irgendwann selbst ein Mitglied bei dem BDU (Bundesverband der Deutschen Unternehmensberater) zu werden. ZusĂ€tzlich sollte der Wunsch mit modernen Unternehmen zusammenzuarbeiten sowie Menschen zu helfen, vorliegen.

Outplacement Fachliteratur

Outplacement Fachliteratur

Wer mehr zum Thema Outplacement erfahren möchte, sollte sich das Fachbuch von Daniela Lohaus kaufen. (Praxis der Personalpsychologie). In dem Buch geht es um UnterstĂŒtzung von freigesetzten Mitarbeitern durch das entlassende Unternehmen bei der Suche nach einer neuen Stelle. Dieses Buch schließt diese LĂŒcke in der Human Resource Management -Literatur und bietet dem Praktiker zum ersten Mal nicht nur plausible ErklĂ€rungen, sondern solide theoretisch fundierte BegrĂŒndungen zur Gestaltung von Outplacement zusammen mit direkt umsetzbaren Empfehlungen. Mit Hilfe von Definitionen wird der Leser in das Thema eingefĂŒhrt und dann folgt eine ausfĂŒhrliche ErklĂ€rung zum Nutzen von Outplacement fĂŒr alle Beteiligten. Die theoretischen Grundlagen und möglichen Formen von Outplacement werden ebenso thematisiert wie die dafĂŒr erforderlichen Entscheidungen und die mit ihnen verbundenen Kosten. Das Buch ist bei Amazon zu bestellen


Quellen und weiterfĂŒhrende Links

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Outplacement
  • https://www.berufsstrategie.de/bewerbung-karriere-soft-skills/outplacement.php
  • https://www.pkv-gesundheit.de/was-ist-outplacement.php
  • http://www.zeit.de/2011/15/C-Outplacement-Berater

1 Gedanke zu “Outplacement Beratung

  1. Eine Frage wurde noch nicht beantwortet. Warum genau sollten Unternehmen das tun und fĂŒr einen Mitarbeiter der sowieso aussteigt, wahrscheinlich aus finanziellen GrĂŒnden, wieder zusĂ€tzlich Geld investieren?

Schreibe einen Kommentar